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BILDER – BILDUNG – BILDHAUEREI

12. Oktober 2021

Die von Maria Nordman vorgestellten Arbeiten beginnen mit der menschlichen Präsenz vor Ort – dabei überlassen zwei Spielfiguren ihren Platz  zwei Zuschauern des Filmes.

In diesem Werk wird der erste Doppelprojektionsraum FILMROOM EAT 1967 – PRESENT realisiert. Ein Requisit, das in der Vergangenheit gefilmt wurde – ein Tisch mit weissem Tischtuch – taucht während der Projektion seines gefilmten Abbilds in der Gegenwart wieder auf. Der Tisch mit weissem Tischtuch tritt so neben sein eigenes, zeitverschobenes Bild. Zusammen mit FILMROOM EXHALE  1967 – PRESENT erscheint das Werk als Träger für nachfolgende Arbeiten in und mit Räumen.

In einer Studie über Bildung – aus der heraus in einem laufenden Prozess Bildhauerei entsteht – wird ein Bild von Bildung erzeugt, das möglicherweise, hie und da, ein Kunstwerk werden kann.

Zur Künstlerin

Maria Nordman ist eine deutsch-US-amerikanische Bildhauerin und Konzeptkünstlerin. Sie wurde im bikulturellen Schlesien geboren und lebt heute in Los Angeles. Nordman zählt zu den visionärsten Künstlerinnen Kaliforniens. Dort sind in den 1960er und 1970er Jahren grundlegende Arbeiten entstanden. Nordmans Fokus auf die direkte Erfahrung und die «Co-Autor*innenrolle», die sie den Besucher*innen ihrer Werke zuschreibt, macht sie aus heutiger Sicht zu einer Vorreiterin für künstlerische Praktiken, wie sie in den 1990er Jahren verstärkt relevant wurden. Nordmans Arbeit beruht auf Zufall, Zeit und Ort, um einzigartige Erfahrungen zu ermöglichen. In ihren Arbeiten verschmelzen Rezeption und Produktion und ermöglichen das Konstruieren eigener Erzählung.

Maria Nordman war unter anderem an drei DOCUMENTA-Ausstellungen beteiligt und hat zwei Mal an der Venedig Biennale sowie an der Kunstausstellung PROMENADES in Genf teilgenommen.  

Für das Kunstmuseum Luzern gestaltete Maria Nordman das Werk «DE LUCERNA», das einen Monat lang zu sehen war. Die Dauer von einem Monat war mit Blick auf die Umlaufzeit des Mondes um die Erde bewusst gewählt: Am Tag der Vollmondnacht konnte «DE LUCERNA» während 24 Stunden ununterbrochen besucht werden.

Bild: Maria Nordman

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